Drittortbegegnung mit französischen Schülern

11.12.2017 - Sylvia Hüneke

Salut les copains! – 32 Französischschüler der 6. Klassen bei der Drittortbegegnung im Dreiländereck

Die französischen Freunde sind zu weit weg, als dass man sie besuchen könnte? Macht nichts. Wir treffen uns einfach in der Mitte und machen eine Drittortbegegnung.

In diesem Sinne begaben sich die Französischschüler und -schülerinnen der 6. Klassen mit ihren Lehrerinnen Frau Schneider und Frau Hüneke letzte Woche mit dem Bus auf Reise, um Schüler und Schülerinnen der Partnerschule „Collège La Sidoine“ aus Trévoux bei Lyon zu treffen. Das Ziel der Reise war Lörrach im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich. Drei Tage lang ging es bei Spiel und Spaß darum, möglichst viel mit den Schülern der anderen Schule zu sprechen, entweder auf Deutsch, auf Französisch oder halt mit Händen und Füßen.

Gleich nach der Ankunft durften wir unseren Gruppenraum beziehen, dann gab es ein Vesper und anschließend bei strahlendem Sonnenschein einen kleinen Ausflug in die Schweiz. Was? In die Schweiz? Und auch noch zu Fuß?! Das war so eigentlich nicht eingeplant und deshalb umso spannender. Stand doch bei unserer Miniwanderung im Wald plötzlich ein Schild da mit der Aufschrift „Schweiz“. Dazu noch eindeutig die Flagge und der Hinweis, dass man nur mit gültigem Ausweis weiterlaufen durfte. Die Lehrerinnen fragten besser nicht, ob alle ihren Ausweis dabei hatten …

Zurück in der Jugendherberge kamen dann auch bald unsere französischen Partner an. Nach kurzer, aber heftiger Diskussion waren die Zimmer zugeteilt. In jedem Zimmer wohnten sowohl französische als auch deutsche Schüler bzw. Schülerinnen. Ob das gut gehen würde?

Nach dem Abendessen fand die erste Spielrunde statt. Die französischen Lehrerinnen, Mme Descottes und ihre Kolleginnen, stellten uns allerlei Kennenlernspiele vor: sich aufstellen nach dem Alphabet, nach dem Geburtstag, nach der Größe usw. Die Zeit verging im Fluge und bald waren nicht nur die Lehrerinnen sehr müde …

Während der Nacht kam übrigens der Nikolaus und brachte allen einen Schokonikolaus mit. Sogar die Lehrerinnen bekamen einen. Waren die im letzten Jahr auch brav? Nach dem Frühstück machten wir einen Ausflug nach Lörrach ins Dreiländermuseum, das mit einem Aufgabenheft erkundet wurde. Uns wurde nun erst richtig klar, wo wir uns befanden und was das Besondere an diesem Ort ist, nämlich die direkte Grenze zur Schweiz und zu Frankreich.

Bei der anschließenden Stadtrallye trafen wir auch noch den „echten“ Nikolaus! War das ein toller 6. Dezember!

Mit dem Bus der Franzosen fuhren wir am Nachmittag nach Weil am Rhein zur „Passerelle des Trois Pays“, einer Fußgängerbrücke über den Rhein. Unsere Schüler konnten sich gar nicht vorstellen, dass wir jetzt auch noch nach Frankreich zu Fuß laufen würden. Erst als sie über der Brücke waren und es plötzlich alles nur noch auf Französisch zu lesen gab, glaubten sie es. Ach, und in Frankreich gab es dann auch noch einen Weihnachtsmarkt! Das fanden unsere französischen Partner sehr ungewöhnlich, gibt es doch außer im Elsass im restlichen Frankreich keine Weihnachtsmärkte. Jedenfalls hatten alle viel Spaß. Ein Leierkastenmann ließ sogar mehrere unserer Schüler an seinem Leierkasten drehen und Musik machen.

Zurück in der Jugendherberge gab es nach dem Abendessen wieder eine weitere Runde Sprachanimation mit „Zipp-Zapp“ und „Menschenmemory“, bevor erneut alle wieder ganz erschöpft ins Bett fielen.

Und schon war der letzte Tag angebrochen: Nach dem Frühstück durften sich die Schüler und Schülerinnen noch einen Weihnachtsstern basteln und mit ihren französischen Partnern beim „Post-it“ Wörter auf Deutsch und Französisch lernen. Alle waren sich absolut einig. „Das war voll gut.“ (Ella S.), „Super cool.“ (Lena P.), „Wir haben neue Wörter gelernt und die Aussprache.“ (Madleen R.), „Hat Spaß gemacht.“ (Anjesza K.), „Mir hat es gefallen. Ich konnte mich gut mit den Franzosen unterhalten.“ (Erion A.), „Es war toll, dass wir in Frankreich und der Schweiz waren“ (Nils Z.).

Der Abschied fiel allen schwer. Es gingen drei sehr interessante und abwechslungsreiche Tage zu Ende und alle hoffen nun, dass sie sich in zwei Jahren beim richtigen Schüleraustausch wieder treffen werden. Ob wir uns da dann noch erkennen?