Eastbourne

20.06.2017 - Sylvia Hüneke

Englisch lernen unter Palmen - Studienfahrt an die „Sunshine Coast“ Großbritanniens

Nach einigen Jahren Pause fand in diesem Schuljahr für die Klassenstufe 8 wieder eine Studienfahrt an die englische Südküste statt. Trotz der frühen Abfahrt (4 Uhr Sonntag morgens!) waren alle guter Dinge und genossen auch die Überfahrt mit der Fähre von Calais nach Dover. Gegen 19 Uhr wurden die Schüler von ihren Gastfamilien am Treffpunkt in Eastbourne abgeholt und es gab ein wohlverdientes Abendessen.

Am nächsten Vormittag konnten die Schüler und auch die begleitenden Lehrerinnen, Frau Hüneke und Frau Gelbmann, Eastbourne bei einer Stadtrundfahrt kennen lernen. Die anschließende Stadtrallye schickte die Schüler kreuz und quer durch die Stadt. Danach hatten alle super Ortskenntnisse und konnten während der Freizeit an diesem Tag erste Souvenirs und Geschenke kaufen. Manche genossen auch den Strand und zwei Waghalsige badeten! Igitt, war das kalt!

Der folgende Tag, ein Dienstag, begann zunächst sehr gemütlich mit einer Busfahrt nach Brighton, wo uns der Fahrer allerdings weit vom Zentrum entfernt ausstiegen ließ. Ein erstes Durchhaltevermögen war gefragt. Hier in Brighton besichtigten wir die Stadt und vor allem den „Royal Pavillon“, dem Taj Mahal von Brighton mit seinen vielen kleinen Türmchen und Ornamenten, die sehr an diese indische Sehenswürdigkeit erinnert.

Am Nachmittag baten wir den Busfahrer, uns unterwegs am „Seven Sisters South Downs Park“ abzusetzen. Entlang eines Flusstales mit Sumpfgebiet und Kanufahrern folgten wir einem Wanderweg bis zur Küste. Von dort ging es steil einen Kreidefelsen hinauf und dann die Seven Sisters, sieben (eigentlich acht) Kreidefelsformationen wie man sie von Dover kennt, auf und ab immer oben auf den Felsen entlang. Wir hatten wunderschöne Ausblicke und genossen den Wind und die Sonne. Manche Schüler machten ein Wettrennen den Weg hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf. Und das acht Mal! Die Sportlehrer wären begeistert gewesen! Schließlich erreichten alle müde aber glücklich die „Birling Gap“, wo wir wieder ans Meer hinunterkamen. Hier holte uns der Bus ab und brachte uns zurück nach Eastbourne. Die Gastfamilien warteten bereits mit dem Abendessen auf uns.

Der Mittwoch war der Ausflugstag nach London. Von der O2-Arena fuhren wir mit der Tube nach London hinein bis zum Tower. Wir umrundeten ihn, überquerten die Tower Bridge und folgten dann dem Fußweg entlang der Themse nach Westen. Dabei erhielten wir einen Eindruck von der Größe der Londoner Innenstadt! Wir kamen vorbei an der Millennium Bridge, sahen die St. Paul’s Cathedral auf der anderen Uferseite, das berühmte Kunstmuseum „Tate Modern“ und das „Globe Theatre“ von Shakespeare mit seiner Öffnung im Dach, damit Tageslicht einfallen kann und die Zuschauer auch die Bühne sehen. Schließlich standen wir vor unserem Ziel, dem London Eye. Das Wetter war gut und die Fahrt war beeindruckend. Von oben sahen wir das Parlament mit dem Big Ben, die Westminster Abbey und den Buckingham Palace. Und natürlich den ganzen Rest von London. Es ist einfach eine tolle Stadt. Um möglichst wenig U-Bahn fahren zu müssen, machten wir uns weiter auf den Weg vorbei am Big Ben, der Westminster Abbey durch den St. James‘ Park zum Buckingham Palace. Erst dort stiegen wir in die Tube ein, um gleich am Covent Garden wieder auszusteigen. Erneut wären die Sportlehrer von unseren Taten begeistert gewesen. Es waren nämlich 372 Stufen bis ans Tageslicht! Klar schafften wir das locker! Der Covent Garden ist ein ehemaliger Obst- und Gemüsemarkt mit einer Markthalle, in der heute viele kleine Läden untergebracht sind. Auch gibt es hier Gaukler und andere Künstler, denen man bei ihrer Show zusehen kann. Das taten wir auch, bevor wir uns zufrieden auf die Rückfahrt mit der Tube und dem Bus machten. Alles klappte problemlos und wir kamen früher zurück als geplant.

Unser letzter Tag war angebrochen! Heute durfte der Bus nicht fahren, damit er uns dann über Nacht wieder nach Hause bringen konnte. Weil das Wetter so schön war, machten wir uns auf den Weg zum Beachy Head, einer Klippe in der Nähe von Eastbourne, die wir bereits am ersten Tag vom Bus aus gesehen hatten. Unterwegs strandeten wir dann aber in der Cow Gap mit großen Steinen und vielen Algen, Muscheln und allerlei Getier. Alle kletterten, suchten, spielten am Meer, zum Glück fiel keiner rein. All das faszinierte uns so, dass keiner mehr zum Beachy Head rauf wollte, nicht mal die Lehrer!

Bleibt zu erwähnen, dass die Rückfahrt nach einem kurzen Zwischenfall (ein Schüler hatte seinen Rucksack mit Ausweis bei der Familie liegen lassen) gut verlief und wir früher als erwartet am Freitagmorgen wieder in Welzheim ankamen. Es war eine tolle Reise und wir hätten alle gerne mehr davon!