Kloster Reute

03.02.2016 - Christine Lay

Zum Schulhalbjahr ins Kloster – ein Wochenende bei den Franziskanerinnen im Kloster Reute

Austausch mit Schwester Cecilia (li.) und Schwester Makrina (re.) am Freitagabend über deren Lebens- und Glaubenswege

Austausch mit Schwester Cecilia (li.) und Schwester Makrina (re.) am Freitagabend über deren Lebens- und Glaubenswege

Gruppenfoto an der Pforte des Klosters

Gruppenfoto an der Pforte des Klosters

Eine Musterunterbrechung von Alltag, Klassenarbeiten und Prüfungsvorbereitung konnten am letzten Januarwochenende die Schülerinnen der 10d mit ihren Lehrerinnen Christine Lay und Birgit Körner vollziehen.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg ins Kloster Reute. Hier leben und arbeiten momentan ca. 170 Ordensschwestern nach der Lebensform des heiligen Franziskus. Da die Kastell-Realschule seit 2013 in gutem Kontakt zu den Schwestern in Reute steht, durften die Schülerinnen direkt in einem Konvent mitleben.

Die Schwestern leben auf dem Gelände des Klosters in unterschiedlich großen Gruppen zusammen. Diese Gruppenbildung nennt man Konvent. So konnten die Welzheimer Schülerinnen hinter die Kulissen eines Klosters schauen und zudem mehr über das Leben der Ordensfrauen erfahren.

Die Tage im Kloster Reute standen unter dem Motto „Glaubenswege – Lebenswege!?“. Daher bot es sich förmlich an, so direkt und intensiv mit den Schwestern in Kontakt zu treten. Neben spirituellen Impulsen, persönlichen Gesprächen über die Lebens- und Glaubenswege einzelner Schwestern, war aber auch das Pilgern auf dem Jakobsweg ins Kloster Weingarten ein zentraler Aspekt des Wochenendes.

Während der Wanderung beschäftigten sich die 10. Klässlerinnen mit den Zielen und dem Sinn des eigenen Lebens. Im Kloster Weingarten besuchten sie dann Schwester Ines und Schwester Regina - beide sind Schwestern aus dem Kloster Reute. Diese zwei Frauen leben und betreuen seit April 2014 in Weingarten Menschen, die wegen Menschenrechtsverletzungen aus ihren Heimatländern fliehen mussten.

Hier durften die Welzheimer Schülerinnen in den Austausch mit den jungen Männern aus Eritrea und Nigeria treten. Die erschütternden Berichte von deren Lebenswegen und den Gründen für ihre Flucht hinterließen bei Schüler- und Lehrerinnen wahrhaftige „Spuren“. Am Sonntagmorgen bot der sogenannte „Narrengottesdienst“ in der Pfarrkirche in Reute einen religiösen Abschluss. Für die evangelisch geprägten Schülerinnen war dies ein weiteres Aha-Erlebnis, ehe man sich in einer Abschlussrunde im Konvent voneinander verabschiedete.

Am meisten begeisterte die Welzheimer Schülerinnen die vielfältigen Lebenswege der Schwestern sowie die Tatsache, dass die Franziskanerinnen keineswegs „gefangen und verstaubt“, sondern „lebendig, offen, frisch, einfühlsam, mit großer Freude leben und genauso für ihr Werk und ihren Glauben“ eintreten. Ein besonderer Dank geht dabei an Schwester Elisa Kreutzer, die mit ihrer erfrischenden und empathischen Art die Jugendlichen aus Welzheim konzeptionell und in der Durchführung zusammen mit der Kandidatin Magdalena ideenreich begleitet hat!

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Tage nicht nur sehr bewegend und berührend, sondern auch inspirierend für alle Beteiligte waren. Eine stimmige Musterunterbrechung, um einen stets gesunden Blick auf die eigene Zukunft zu haben.

Christine Lay

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