Berlin

23.09.2019 - Philipp Schönherr

Studienfahrt Berlin 2019

In der Woche vom Montag, den 16. September bis Freitag, den 20. September besuchten die zehnten Klassen der Kastell-Realschule Welzheim unsere Bundeshauptstadt Berlin.

Pünktlich um 7:30 Uhr stiegen wir in den Bus, um die ca. 650 Kilometer in Angriff zu nehmen. Unser Busfahrer Herbert brachte uns schnell und sicher ans Ziel, sodass wir am ersten Abend neben dem Beziehen der renovierten Mehrbettzimmer und dem Wiederholen der vereinbarten Regeln auch noch gemeinsam Essen gehen konnten.

Am beeindruckenden Hauptbahnhof aßen wir Burger und erkundeten anschließend Berlin bei Nacht, wobei gerade der Bundestag, das Kanzleramt und das Brandenburger Tor schöne Fotomotive boten. Nach diesen vielen ersten Eindrücken fielen die meisten Schülerinnen und Schüler müde ins Bett und die Lehrer erlebten eine ruhige Nacht.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, erkundeten zu Fuß die Museumsinsel und besuchten das ehemalige Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR im Berliner Bezirk Lichtenberg. Das ursprünglich sowjetische Gefängnis wurde 1951 an die Geheimpolizei der DDR übergeben. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde es 1990 geschlossen.

Bei einem Rundgang wurden wir in das Untergeschoss des „Altbaus“ geführt und konnten dort erleben, wie bedrückend die Situation der Insassen damals gewesen sein muss. Im „Neubau“ wurde deutlich, dass die Maschinerie der ehemaligen Staatssicherheit bis ins kleinste Detail durchgeplant gewesen war.

Am Nachmittag bekamen die Schülerinnen und Schüler Freizeit und konnten an den Hackeschen Höfen Mittagessen. Die Hackeschen Höfe liegen in der Spandauer Vorstadt im Ortsteil Mitte, unweit des sogenannten Scheunenviertels. Sie stehen seit 1977 unter Denkmalschutz. Hier sind in restaurierten Gebäuden allerlei Restaurants untergebracht.

Nach dem Mittagessen trafen wir uns gestärkt an der alten Moltkebrücke, um gemeinsam eine einstündige Spreebootstour zu absolvieren. Dabei hatten wir Glück, dass der einzige Regenschauer der Woche uns gerade dann erwischte, als wir „unter Deck“ konnten und wurden so nicht zu sehr nass.

Nach abermaliger Freizeit, diesmal erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Brandenburger Tor und den Potsdamer Platz, gingen wir gemeinsam nach Berlin Schöneberg zum Bowling.

Am Mittwoch stand eine Stadtrallye in Kleingruppen auf dem Programm. Dabei ging es im wahrsten Sinne des Wortes um „Wissen-To-Go“, mussten doch neben dem richtigen Weg auch Quizfragen herausgefunden werden. Die Siegerehrung fand direkt am Brandenburger Tor statt und wurde durch kleine Geschenke abgerundet.

Am Nachmittag stand dann so einiges auf dem Programm. Neben der weltbekannten Ausstellung von Madame Tussauds gingen wir gemeinsam in den Berlin Dungeon. In diesem Gruselkabinett wurde auch die Geschichte Berlins erzählt und geschauspielert. Bei einer dieser Schauspieleinlagen wurde Herr Schönherr an den Pranger gestellt und verurteilt, durfte aber nach dessen Geständnis die Gruppe weiter begleiten.

Im Anschluss bekamen die Schülerinnen und Schüler am Alexanderplatz Freizeit, wo wir auch abends den Fernsehturm hinauffuhren. Bei Nacht bot sich ein grandioser Blick über das Lichtermeer Berlins, das die Schülerinnen und Schüler für unzählige Selfies nutzten.

Am Donnerstag folgten wir der Einladung von unserem Wahlkreisabgeordnetem Dr. Pfeiffer (CDU) und besuchten neben einer Infoveranstaltung auf der Besuchertribüne des Bundestags auch ein Abgeordnetengespräch. Dabei wurde Herr Dr. Pfeiffer von dessen Mann für Öffentlichkeitsarbeit Herrn Haeberlin vertreten, dieser beantwortete viele Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit Berlin von oben zu betrachten, denn alle konnten auf dem Reichstagsgebäude spazieren gehen und Fotos machen.

Danach gingen wir zu Fuß zum Bluemax Theater und besuchten die Blue Man Group. Die Blue Man Group ist eine Gruppe von Schauspielern und Musikern, die als drei stumme, blau maskierte Personen mit einer begleitenden Band auftreten. Aufgeführt werden Musik, Zirkusclownerie und Performance, bei denen das Publikum oftmals einbezogen wird. Neben Veranstaltungsorten in den USA gibt es die Gruppe nun auch schon 15 Jahre in Berlin. Die Show war sicherlich ein Highlight der Studienfahrt und für die Schülerinnen und Schüler ein unvergessliches Erlebnis.

Am letzten Abend besuchten wir gemeinsam eine Pizzeria in der Nähe unserer Unterkunft, in der uns der Inhaber Peppino mit Pizza, Pasta und Salaten sehr gut umsorgte.

Nach der letzten Nacht stiegen wir am Freitag um 8:30 Uhr in den Bus und erreichten am Abend müde, aber reich an vielen tollen Erfahrungen Welzheim.